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Die Brömserburg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

Die Brömserburg, auch Niederburg genannt, lag im nordwestlichen Teil der Stadt Rüdesheim unmittelbar am Rhein und war damals von Wasser umgeben. Sie wurde als Zollburg genutzt, diente aber den Mainzer Erzbischöfen zeitweise als Wohnung und Zufluchtsstätte.

Wenn auch der genaue Ursprung der Burg bisher nicht eindeutig erforscht wurde, läßt sich doch sagen, dass die ehemalige Wasserburg nicht nur die älteste der drei Rüdesheimer Burgen (Brömserburg, Boosenburg, Burg Ehrenfels) ist, sondern auch eine der ältesten Niederungsburgen aus dem frühen 11. Jahrhundert.

Im Laufe der Zeit wurde die Burg bis zum 13. Jahrhundert zu einer mächtigen dreigeschossigen Vierflügelanlage ausgebaut. Ihre Mauern sind mehr als zwei Meter dick. Der Wehrturm war vermutlich ursprünglich 35 m hoch. Er wurde im 30jährigen Krieg mit anderen Teilen der Burg durch Franzosen zerstört.

Ab dem Ende des 17. Jahrhunderts verfiel die Anlage mehr und mehr. Efeu wucherte über das alte Gemäuer. Neuer Eigentümer wurde im 19. Jahrhundert der Graf von Ingelheim. Er ließ von 1811 bis 1813 die Burg nach dem damaligen Zeitgeschmack wieder instandsetzen. Seine Frau, Gräfin Antonie von Westfalen, unterstützte ihn dabei. Die Renovierung erfolgte nicht Stilecht, sondern entsprach dem Zeitgeschmack der damaligen Zeit, in der die Rheinromantik gerade erblühte. Es sollte eine 'romantische Wohnburg' entstehen. So wurden größere Fenster und Türen eingebaut, Balkone angebaut und in die Säle Zwischenwände eingezogen.

Der Umbau war ein voller Erfolg. Die seit dieser Zeit geführten Gästebücher zeugen davon, dass seitdem auch viele berühmte Persönlichkeiten die Burg besuchten, darunter Goethe (1814), Clemens v. Brentano, Felix Mendelssohn-Bartholdi, die Gebrüder Grimm, Fürst Pückler Muskau und andere.

Der 19 m hohe Aussichtsturm bietet heute einen herrlichen Ausblick auf die Weinberge des Rheingaus mit dem Niederwalddenkmal, dem Rhein mit seinen Inseln und auf die Städte Bingen und Rüdesheim mit den historischen Türmen.

 

Geschichte

Die Burg wurde irgenwann zwischen dem 9. Jh. und dem 11. Jh. bei Rüdesheim erbaut. Ihr Ursprung ist nicht genau bekannt. Archäologische Funde lassen vermuten, dass sie auf den Fundamenten eines römischen Wachtturms errichtet wurde. Er gehörte vermutlich zu dem Brückenkopf des Kastells Bingium (Heute Stadt Bingen) auf der gegenüberliegenden Rheinseite.

•  Um 1090 wird die Brömserburg zum ersten mal erwähnt.

•  Im 11. - 13. Jh. diente sie den Mainzer Erzbischöfen zeitweilig als Wohnung und als Zufluchtsstätte und als Zollstätte. Sie wurde nun weiter ausgebaut. Zunächst wurde der Wohnturm mit einer Wehrmauer umgeben.

•  Im 12. Jahrhundert wurde ein Wassergraben wurde angelegt. So entstand eine Wasserburg, die man 'Niederburg' nannte. Später errichtete man auch einen Bergfried. Der Wehrturm im Norwesten diente dazu, die Zugbrücke zu überwachen, die den einzigen Zugang in die Burg ermöglichte.

•  Um 1200 wurden um den Bergfried herum Wohnbauten an der Nord- und Ostseite errichtet.

•  1228 wird die Zollstation in die nahe Burg Ehrenfels und den Mäuseturm verlegt. Die Brömserburg wird den Rittern von Rüdesheim zu Lehen übergeben. Diese entpuppten sich allerdings bald als Raubritter und verbündeten sich mit den Grafen von Sponheim.

•  1279 wurden sie deswegen des Landes verwiesen.

•  1281 kam es zum Kampf zwischen ihnen und dem Mainzer Erzbischof Wernherr von Mainz. Die Rüdesheimer und deren verbündete Sponheimer wurden besiegt.

•  1282 wurde wieder Frieden geschlossen. Die Rüdesheimer verzichteten auf die Brömserburg (damals noch Niederburg genannt) und übertrugen alle Rechte an das Erzbistum Mainz. Sie selber wurden zu erblichen Burgmannen der Burg.

•  1548 waren das Geschlecht der Ritter von Rüdesheim ausgestorben. Das Erbe ging an die 'Brömser von Rüdesheim', ein Familienzweig der Ritter von Rüdesheim. Sie bewohnten von nun an die Burg und gaben ihr den Namen 'Brömserburg'. Ursprünglich hatten sie auf der Pressburg im Wispertal gelebt. Mit der Zeit lebten viele Familienzweige der Brömser auf der Burg. Dies machte verschiedene Erweiterungsbauten notwendig.

•  1640 wurde die Burg durch den französischen Herzog von Longueville durch eine Sprengung schwer beschädigt, obwohl sie zu dieser Zeit als Niederburg schon nicht mehr von großer militärischer Bedeutung war.
Der südöstliche Teil der Burg mit dem vor 1000 erbauten Wohnturm und ein Teil des vermutlich 35m hohen Wehrturms wurden zerstört. Nur dem glücklichen Umstand, dass die feucht gewordene Zündschnur nicht brannte, ist es zu verdanken, dass der Rest der Burg erhalten blieb.

•  1668 starb das Geschlecht der Brömser aus. Der Mainzer Erzbischof übergab das Lehen an einen seiner Verwandten, den Freiherrn Emmerich von Metternich. Der ließ das Anwesen verfallen. Im Volksmund nannte man die Burg den 'Brömser Hundestall'.

•  1811 hatte der Herzog von Nassau die Rechtsnachfolge des Mainzer Erzbischofs angetreten. Er übergab die Burg als Lehen dem Grafen von Ingelheim. Der kaufte das Anwesen später und wurde so Eigentümer.

•  Nach 1811 -1813 ließ der Graf von Ingelheim die Burg nach dem damaligen Zeitgeschmack wieder instandsetzen. Seine Frau, die Gräfin Antonie von Westfalen, unterstützte ihn dabei. Die Renovierung erfolgte nicht Stilecht, sondern entsprach dem Zeitgeschmack der damaligen Zeit, in der die Rheinromantik gerade erblühte. Es sollte eine 'romantische Wohnburg' entstehen. So wurden größere Fenster und Türen eingebaut, Balkone angebaut und in die Säle Zwischenwände eingezogen.
Der Umbau war ein voller Erfolg. Die seit dieser Zeit geführten Gästebücher zeugen davon, dass seitdem auch viele berühmte Persönlichkeiten die Burg besuchten, darunter auch Goethe (1814), Clemens v. Brentano, Felix Mendelssohn-Bartholdi, die Gebrüder Grimm, Fürst Pückler Muskau und andere.

•  Bis 1937 blieb die Burg bewohnt und wurde

•  1940 an die Stadt Rüdesheim verkauft. Sie diente nun zunächst als Untekunft für Kriegsgefangene und nach dem Krieg zur Unterbringung von Kriegsopfern.

•  Um 1950 wurde sie in Zusammenarbeit mit dem Rheingauer Kunst- und Heimatverein als Museum hergerichtet.

•  1961 wurde der 1640 von Franzosen zerstörte südöstliche Teil wieder instandgesetzt.

•  1969 wurde der große Mittelturm der Burg auf 19 m erhöht.

Besichtigung

Die Burg enthält heute das Rheingauer Heimat- und Weinmuseum mit einer umfangreichen Trinkgefäßsammlung.

Tel.: 06722-2348

 

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Bilder


Die Brömserburg (rechts) und die Boosenburg (links)
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Die Brömserburg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Die Brömserburg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 

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