Das
Loreleylied 
Idee: Clemens Brentano, 1800
Text: Heinrich Heine, 1823
Musik: Friedrich Silcher, 1837
![]() Die Gedenktafel zu Ehren der drei Väter des Loreleyliedes auf 'Maria Ruh' bei Oberwesel Foto: Copyright by Rainer
Schmitz
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Ich weiß nicht, was
soll es bedeuten,
dass ich so traurig bin. Ein Märchen aus uralten Zeiten, das kommt mir nicht aus dem Sinn. Die Luft ist so kühl und es dunkelt, und ruhig fließet der Rhein, der Gipfel des Berges funkelt im Abendsonnenschein. |
Die schönste Jungfrau sitzet
dort oben wunderbar, ihr gold'nes Geschmeide blitzet, sie kämmt ihr goldenes Haar. Sie kämmt es mit goldenem Kamme und singt ein Lied dabei, das hat eine wundersame, gewaltige Melodei. |
Den Schiffer in kleinem Schiffe
ergreift es mit wildem Weh, er schaut nicht die Felsenriffe, er schaut nur hinauf in die Höh'. Ich glaube, die Wellen verschlingen am Ende noch Schiffer und Kahn, und das hat mit ihrem Singen die Loreley getan. |