Mäuseturm
![]() Der Mäuseturm Foto: Copyright by Rainer
Schmitz
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Der Mäuseturm aus dem 13. Jahrhundert liegt beschaulich auf einer Rheininsel bei der Stadt Bingen, die früher von sehr gefährlichen Stromschnellen, dem engen 'Binger Loch' umgeben war. Im 19. Jahrhundert wurden die Stromschnellen durch Sprengungen entschärft.
Bevor der Turm im Mittelalter Verwendung fand, gab es hier schon eine lukrative Zollstelle, die von den benachbarten Burgen Klopp und Ehrenfels beidseits des Rheins gesichert wurde. So entstand die berüchtigte Bingen-Ehrenfelser Zollbarriere, die kein Durchkommen für Zahlungsunwillige zuließ. Später wurde der Mäuseturm in das System integriert.
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Zur Namensgebung kam es also nicht wegen der Mäuse, die hier der Sage nach den geizigen Mainzer Bischof Hatto II. (968-970) bei lebendigem Leibe gefressen haben sollen.
Aufgrund seiner spektakulären Lage am Eingang des Rheinengtals wurde der Mäuseturm schon im 17. Jahrhundert von holländischen Malern entdeckt. Er ist wohl daher eines der ältesten topographisch exakt identifizierbaren Rheinmotive der Landschaftsmalerei. Seit der Zeit der Rheinromantik ist das malerische Bauwerk mit seiner grausigen Legende auch in der europäischen Literatur präsent (u.a. Clemens Brentano, Victor Hugo, Ferdinand Freiliggrath)
• Die Ursprünge des Mäuseturms gehen auf das Jahr 8 v. Chr. zurück, als der römische Feldherr Drusus hier einen ersten Turm aus Holz errichten ließ.
• Nach dem Abzug der Römer verfällt der Turm immer mehr.
• 968
erhält Hatto II., Erzbischof in Mainz, die damals reichsfreie Stadt
Bingen von Kaiser Otto I.. Er verlangt von der Bevölkerung höhere Abgaben und strenge
Unterordnung.
Später wird er Berühmtheit erlangen durch die berühmte Sage vom
Mäuseturm, in der er von Mäusen gefressen worden sein soll.
• 970 stirbt Hatto der II. in Bingen. Vermutlich wurde der wehrlos auf dem Sterbebett liegende von Mäusen angefressen, was zu der Sage führte.
• Im Jahre 1208 wird unter Philipp von Bolanden ein steinerner Turm erbaut.
• ab 1298 wird der Turm in das Zollsystem der nahen Burg Ehrenfels integriert. Er wird renoviert und dient als Spähturm für die Burg Ehrenfels und für den Signaldienst, weil er einen besseren Einblick nach Norden bietet als Burg Ehrenfels.
• Im 30jährigen Krieg wechselt der Turm mehrfach den Besitzer.
• 1632 Teilzerstörung durch die Schweden.
• 1689 Zerstörung durch die Franzosen zusammen mit der Burg Ehrenfels.
• 1734 wurde von Soldaten ein kleines Wachkommando eingerichtet.
• Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts verfiel die Turmruine mehr und mehr.
• 1856 bis 1858 ließ König Friedrich Wilhelm von Preußen den Turm im neugotischen Stil nach Plänen des kölner Dombaumeisters Ernst Friedrich Zwirner wieder repräsentativ mit Treppenturm, Eckwarten und Zinnenkranz in neugotischen Formen restaurieren, auch wegen der wichtigen Signalturmfunktion, die er für die Schifffahrt innehatte. Außerdem war er ein markanter Grenzpunkt der preußischen Rheinprovinz.
• Noch bis 1974 diente er der Rheinschiffahrt als Signalstation. Danach wurde er nicht mehr benötigt, weil die gefährlichen Riffe im Rhein inzwischen entfernt worden waren.
Die VHS Bingen veranstaltet vier mal im Jahr Touren dorthin, in Verbindung mit dem Wasser- und Schiffahrtsamt. Informationen über Tourist-Info Bingen.
Eine Besichtigung ist ausserdem am Tag des offenen Denkmals möglich.
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![]() Der Mäuseturm Foto: Copyright by Rainer
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![]() Der Mäuseturm vor der Burg Ehrenfels Foto: Copyright by Rainer
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![]() Der Mäuseturm vor der Burg Ehrenfels Foto: Copyright by Rainer
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![]() Der Mäuseturm vor der Burg Ehrenfels Foto: Copyright by Rainer
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![]() Der Mäuseturm und die Burg Ehrenfels Foto: Copyright by Rainer
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![]() Der Mäuseturm und die Burg Ehrenfels Foto: Copyright by Rainer
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Fr, 20. August 2010 (4 Tage) in Rüdesheim Weinfest Schon seit 1932 wird das Rüdesheimer Weinfest jährlich gefeiert. Winzer der Region präsentieren vor romantischer Kulisse über 200 ihrer besten Tropfen. |
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Sa, 23. Oktober 2010 (3 Tage) in Rüdesheim Tage des Federweißen Junge und alte Weine gibt es hier in der gesamten Innenstadt zu genießen, dazu deftige Speisen nach alten Hausrezepten. |
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Sa, 30. Oktober 2010 (3 Tage) in Rüdesheim Tage des Federweißen Junge und alte Weine gibt es hier in der gesamten Innenstadt zu genießen, dazu deftige Speisen nach alten Hausrezepten. |
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Hotel Höhn Zum Niederwald Denkmal 1, 65385 Rüdesheim am Rhein |
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Hotel zum Bären Schmidtstr. 24, 65385 Rüdesheim am Rhein |
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