Marksburg
![]() Die Marksburg Foto: Copyright by Rainer
Schmitz
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Die Marksburg in 150 m Höhe ließ wohl wegen ihrer strategisch günstigen Lage auf einem hohen Schieferkegel einen Angriff wenig erfolgversprechend erscheinen. Vielleicht wurde sie deswegen nie umkämpft oder belagert. An den verschiedenen Baugruppen und Zwingermauern der Burg läßt sich die Entwicklung des Burgenbaus vom hochmittelalterlichen Wehrturm bis zur bastionierten Festung der Neuzeit ablesen.
![]() Die Marksburg Foto: Copyright by Rainer
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Im Inneren der Burg befindet sich ein kleiner dreieckiger Hof, von dem aus der Palas an der Nordseite und der 'Kapellenturm' genannte Bergfried an der Südseite (der Angriffsseite) zu erreichen sind.
Im 3. Stock des 40 m hohen Bergfrieds befindet sich eine im Jahre 1437 erstmals erwähnte Kapelle, die dem heiligen Markus geweiht wurde. Die ursprünglich 'Burg Brubach' genannte Burg erhält vermutlich wegen dieser Kapelle den Namen 'Marxpurgk', der erstmals 1574 verwendet wird.
Die Kopie der Marksburg auf der japanischen Insel Miyako |
• Um 1100 wird die Marksburg als Adelssitz erbaut und schon bald an die Pfalzgrafen am Rhein übergeben.
• 1135 Graf von Grüningen schenkt die Hälfte des Ortes Braubach dem Mainzer Erzbischof Gerhard von Eppstein.
• 1214 kaufen sie die Wittelsbacher und verwenden sie ca. 50 Jahre später als Zollburg.
• 1219 Gerhard von Eppstein nennt sich nun Gerhard von Braubach.
• 1231 wird die Marksburg erstmals urkundlich erwähnt.
• 1283 wechselt die Burg durch die Heirat der Tochter des Gerhard von Eppstein mit Eberhard von Katzenelnbogen den Besitzer. Der baut die Burg aus und verleiht ihr das heutige Aussehen.
• 1301 König Albrecht verleiht Graf Eberhard das Recht, eine Meile um die Marksburg herum Silber abzubauen. Der Bergbau und die Erhebung von Rheinzöllen brachten den Grafen großen Reichtum ein.
• Nach 1350 wird der gotische Saalbau mit der Küche im Erdgeschoß und dem Rittersaal im Obergeschoß erbaut.
• 1479 durch Heirat gelangt Landgraf Heinrich III. von Hessen an die Burg. Sie wird nun bis zum Jahr 1803 hessisch bleiben.
• Sein Nachfolger, Phillip II. rüstet die Burg mit 8 Geschützen zur besseren Verteidigung auf. In Friedenszeiten zieht er es aber vor, in der komfortableren Philippsburg in Braubach zu wohnen.
• 1705 richtet ein Feuer großen Schaden an.
• 1780 Schäden durch ein Erdbeben.
• 1803 gelangt die Marksburg unter Napoleon an das Herzogtum Nassau. Sie dient nun als Invalidenhaus und Gefängnis. Schon die Hessen hatten sie vorher als Gefängnis genutzt. Vergitterte Fenster an der Burg erinnern heute noch an diese Zeit.
• 1866 Enteignung durch die preußische Regierung. Das letzte noch vorhandene historische Inventar der Marksburg geht verloren. Sie droht nun zu verwahrlosen.
• 1868 ordnet König Wilhelm I. an, die Burg zu erhalten.
• 1899 Verkauf für symbolische 1000 Reichsmark an die Deutsche Burgenvereinigung e.V.
• Nach 1900 Restaurierung nach alten Stichen. Die heute sichtbare Ausstattung der Burg wurde neu zusammengetragen und rekonstruiert.
• 1905 besucht Kaiser Wilhelm II. die Burg.
• 1945 Zerstörungen durch amerikanischen Beschuß von der gegenüberliegenden Rheinseite aus.
• 1947 werden diese Schäden repariert.
• 1969 Anlage des Kräutergartens mit sämtlichen Gewürz- und Heilkräutern (über 100) des Mittelalters.
• 1987 beginnt man damit, die Burg zu verputzen um den ursprünglichen Zustand herzustellen.
• 2002 wird durch ein mit Feuer spielendes Kind Brandschaden an der Burgschänke angerichtet.
Besichtigung gegen Eintrittsgeldist fast ganzjährig täglich möglich.
Erreichbar zu Fuß oder mit dem Auto.
Gebührenpflichtiger Parkplatz kurz vor der Burg.
Fußweg von Bornhofen: ca. 30 Minuten.
| Öffnungszeiten: | Preise: | ||
| Ostern - 31.10.: | 10:00-17:00 Uhr | Erwachsene: | 4,50 EURO |
| 1.11. - Ostern: | 11:00-16:00 Uhr | Jugendliche: | 3,50 EURO |
| Familienkarte: | 12,50 EURO |
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| Geschlossen vom 24.-31. Dezember |
Kinder unter 6 Jahren frei | ||
Die Burgküche kann für Kaminabende an Gesellschaften vermietet werden.
Infos:
Ticket- und Souvenirkasse
Tel.: 026 27-206
Fax: 026 27-8866
Email: marksburg@deutsche-burgen.org
Deutsche Burgenvereinigung e. V.
Marksburg
56338 Braubach
Tel.: 02627-536
Fax: 02627-8866
Email: info@deutsche-burgen.org
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![]() Die Marksburg im 19. Jahrhundert Künstler: Johann Ludwig Bleuler |
![]() Die Marksburg Foto: Copyright by Rainer
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![]() Die Marksburg Foto: Copyright by Rainer
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![]() Die Marksburg, Zugbrückentor Foto: Copyright by Rainer
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![]() Die Marksburg Der 25m lange, zur besseren Verteidigung geknickte Tunnelgang wurde im 17. Jahrhundert angelegt. Foto: Copyright by Rainer
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![]() Blick von der Marksburg Foto: Copyright by Rainer
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