Erpel

Unterhalb eines mächtigen Basaltfelsens, der Erpeler Ley, befindet sich der kleine Ort Erpel mit etwa 2300 Einwohnern.

Den historischen Ortskern sollte man sich als Rheintourist nicht entgehen lassen. Viele alte Fachwerkhäuser reihen sich dort dicht aneinander, während die Rheinfront mit großen Wohnbauten aus der Barockzeit mit großen Gärten bebaut wurde.

Den Marktplatz zieren eine Platane aus dem Jahr 1887 und ein Brunnenpfeiler aus dem Jahr 1753.

In der barocken Pfarrkirche sollen die Gebiene der Heiligen drei Könige auf dem Weg nach Köln für eine Nacht aufbewahrt worden sein. Darauf deuten noch heute die drei Kronen im Ortswappen von Erpel hin.

Der wohl bedeutendste Bau von Erpel ist jedoch der ehemalige Fronhof des Kölner Domkapitels mit einem sechsseitigen Gartenhaus aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Schon im Jahr 1167 wurde die 'Alte Herrlichkeit' Erpel zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Vermutlich ist der Ort aber fast 1500 Jahre alt. Seit seiner Gründung gehörte er zu Kurköln.

Wichtiger Handelsartikel war der noch bis in das 20. Jahrhundert hinein angebaute Wein.


Brückenkopf der 'Brücke von Remagen'
auf der Erpeler (rechten, östlichen) Rheinseite
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

Bekannt wurde Erpel auch deshalb, weil hier die berühmte Ludendorff-Brücke, bekannt als 'die Brücke von Remagen' stand. Die 335m lange Eisenbahnbrücke war Ende des zweiten Weltkrieges die letzte intakte Rheinbrücke und somit von enormer strategischer Bedeutung für die anrückenden Amerikaner. Sie konnte unzerstört eingenommen werden, stürzte jedoch einige Tage später wegen Überlastung ein.

Erbitterte Kämpfe mit amerikanischen Helden, wie sie der bekannte Hollywoodfilm darstellt, hat es allerdings nie gegeben. Es wurde bei der Einnahme der Brücke kaum gekämpft und bei diesen 'Kämpfen' wurde nur ein einziger Mensch getötet - ein unschuldiger Erpeler Zivilist, den die Amerikaner fälschlicherweise für einen Soldaten hielten.

Reste der Brücke blieben bis heute erhalten und können beidseits des Rheins besichtigt werden.

Geschichte

•  1167 wurde die 'Alte Herrlichkeit' Erpel zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Vermutlich ist der Ort aber fast 1500 Jahre alt.

•  1244 wird ein Markt erstmals erwähnt und 1388 vom Kölner Domkapitel bestätigt.

•  In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erhielt Erpel eine Befestigungsmauer, die im 14. Jahrhundert erweitert wurde.

•  Der Besitz eines eigenen Maßes und eines eigenen Gewichts sowie der Erhalt der Marktrechte im Jahre 1420 belegen Ansätze einer städtischen Entwicklung. Zur Stadt erhoben wurde Erpel jedoch nie.

 

Sehenswertes

Marktplatz

Die Fachwerkhäuser um den dreieckigen Markt stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Im Pflaster ist das Wappen der Ortsgemeinde Erpel eingelegt.

Die Platane wurde 1887 gepflanzt.

1244 wird ein Markt erstmals erwähnt und 1388 vom Kölner Domkapitel bestätigt.

Marktort war damals zunächst noch noch der Kirchplatz.


Das Neutor

Bei der Erweiterung des alten Ortskerns nach Norden wurde das Neutor um 1420 errichtet.

Um 1420 Teil einer als Ringmauer errichteten zweiten Befestigung nach der Erweiterung des alten Ortskerns nach Norden.

Das Linzer Tor im Süden und das Schleidentor östlich des Marktplatzes sind nicht mehr erhalten, das Rheintor aus dem frühen 13. Jahrhundert wurde 1589 mit dem Fronhof überbaut. Südlich am Rhein sind noch Reste eines Rundturms erhalten.

Die erste Befestigung aus dem 13. Jahrhundert bestand aus einer Mauer am Rhein mit Landseitigem dornenbewachsenen Graben.


Das Rathaus

1780 im Barocken Stil als Rathaus der Bürgermeisterei Erpel von Maurermeister Franz Ignaz Freeg entworfen und gebaut.

1803 bis 1966 im Besitz des Kirchspiels Erpel.

1816 bis 1822 Residenz des Landrates des Preußischen Kreises Linz.

1930, 1976 und 1990 renoviert

Seit 1624 stand an dieser Stelle ein älteres Bürger- und Gerichtshaus.

An der Rückseite befindet sich ein barockes Steinkreuz von 1667.


Pfarrkirche St. Severinus

Der Legende nach lagerten in der Erpeler Kirche im Jahre 1164 die gestohlenen Reliquien der Heiligen drei Könige auf ihrem Weg von Mailand nach Köln.

Erbaut wurde die Pfarrkirche St. Severinus um 1230. Der Turm stammt von einer älteren einschiffigen Kirche.

Die Fenster im Chor wurden im 15. Jahrhundert vergrößert.

Erhebliche Umbauten folgten im 18. Jahrhundert.

1960-1967 wurde der ursprüngliche Bauzustand wieder hergestellt.


Erpel, die Pfarrkirche
St. Severinus
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

Ortsgemeinde Erpel-Rathaus
Frongasse 1
53579 Erpel
Tel.: 0 26 44/2570
Fax: 0 26 44/69 06

 

 

Bilder


Erpel von Remagen aus betrachtet
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Erpel von Remagen aus betrachtet
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Erpel von Remagen aus betrachtet
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Erpel und die Erpeler Ley
von Remagen aus betrachtet
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Erpel, das Neutor
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Erpel, das Neutor
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Erpel
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Erpel
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Erpel
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Erpel, der Makrtplatz
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Erpel
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Erpel
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Erpel, das barocke Steinkreuz an der Rückseite
des Rathauses stammt aus dem Jahr 1667.
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Erpel
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Erpel
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Erpel
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Erpel
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Erpel
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Erpel
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Erpel
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Erpel
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Erpel
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