Lorch am Rhein |
![]() Lorch Foto: Copyright by Rainer
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Wo das Wispertal endet, liegt an der Mündung der Wisper in den Rhein die malerische Stadt Lorch. Die Stadt ist staatlich anerkannter Erholungsort.
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Auch die Tuchweberschaft war von wichtiger Bedeutung für den Ort. So wurde auch 'Färberweid' angebaut, eine Pflanze, aus der blaue Farbe gewonnen werden konnte. Produkte wurden über die Region hinaus bis nach Holland und England verkauft. Dies widerum führte zu stets wachsender Bedeutung der Schifffahrt, was auch dem Holzhandel zu gute kam.
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Lorch wurde schon frühzeitig zu einem wichtigen Handelsplatz am Rhein, denn wegen des 'Binger Lochs', der gefährlichen Stromschnellen im Rhein, mußten alle rheinaufwärts und rheinabwärts gehenden Transporte hier auf mehrere kleinere Schiffe umgeladen werden oder auf dem sogenannten Kaufmannswegüber die Berge des Rheingau nach Rüdesheim oder Geisenheim transportiert werden. So war das Binger Loch von großer wirtschaftlicher Bedeutung für Lorch. Nachdem es jedoch entschärft worden war und schiffbar wurde, war dies ein herber Schlag für die Stadt. Lorch verlor von nun an an Bedeutung.
Nachdem auch die Tuchmacher an Bedeutung verloren hatten, wurde der Weinbau für den Ort der Haupterwerbszweig. Das günstige Klima in Verbindung mit dem wärmespeichernden Schieferverwitterungsboden bietet dafür ideale Bedingungen. So ist es kein Wunder, dass in Lorch weltbekannte Lagen wie Bodental-Steinberg, Pfaffenwies, Krone, Kapellenberg, Schloßberg, Seligmacher und Rosenberg zu finden sind.
• Grabfunde beweisen, dass Lorch schon zu keltischer Zeit bewohnt war und auch später über die Völkerwanderung hinaus besiedelt blieb. Der Ortsname ist kelto-romanischen Ursprungs. Er kommt im Laufe der Zeit in verschiedenen Schreibweisen vor: Lorecha, Loricha, Loreche, Loriche, Lorke, Lorcha, Lorche, Lohrig.
• In römischer Zeit war in Lorch vermutlich nur ein kleiner militärischer Stützpunkt untergebracht. 260 wurde der Limes aufgegeben. Damit endete auch die Herrschaft der Römer in Lorch.
• Im 4. Jhd. ließ Kaiser Valentinian (364-374) an der Mündung der Wisper in den Rhein einen kleinen Burgus bauen. Später wurde auf seinem Fundament der Turm der noch heute ehaltenen Kirche gebaut.
• Um 500 gewinnen die Franken die Herrschaft über das Rheingau und damit über Lorch.
• 1085 wird Lorch erstmalig in einer Schenkungsurkunde erwähnt. In ihr beurkundet Erzbischof Wezilo, daß der Mainzer Domkanonikus Embricho dem Domkapitel eine Anzahl Güter geschenkt habe, darunter ein Haus und Weinberge in Lorch.
• Im 12. Jhd hat das Erzbistum Mainz die Herrschaft über Lorch erlangt. Anfänge dazu gehen auf eine Schenkung Ottos II. aus dem Jahr 983 zurück. Dabei werden hoheitliche Rechte im unteren Rheingau und damit auch im Lorcher Raum an den Erzbischof von Mainz übertragen. Lorch liegt nun an der Nordwestgrenze des Mainzer Gebietes. Daher wird der Ort im 13. Jhd. mit Mauern und Türmen befestigt. Die Mainzer Erzbischöfe lassen auch Wald auf den Bergen roden und ausgedehnte Weinbauflächen anlegen.
• Im 13. Jahrhundert reicht die am Marktplatz vorhandene Burg nicht mehr zur Verteidigung aus. Es wird eine Stadtbefestigung gebaut.
• Ab 1254 gibt es nachweisliche einen Pfarrer in Lorch. Die Lorcher Pfarrei wurde jedoch schon in frühfränkischer Zeit gegründet, vermutlich im 6. Jahrhundert.
• 1270 wurde zunächst der frühgotische Chor der Kirche errichtet. Eine kölner Bauhütte wurde mit dem Bau beauftragt, was sich in Details erkennen läßt (Baubeginn des Kölner Doms: 1248).
• 1277 gibt es ein Lorcher Siegel. Es ist das älteste des Rheingaus.
• 1304 wird das Hauptschiff der Kirche von trierer Bauleuten erbaut.
• 1398 wird das Nordschiff, auch Presberger Schiff genannt, errichtet.
• 1456 kam es zu Auseinandersetzungen mit den Pfälzern.
• 1460 endet ein Konflikt mit der nahen Sauerburg in einem heftigen Gefecht in der Nähe der heutigen Kreuzkapelle.
• 1631 muß Lorch im 30jährigen Krieg leiden.
• 1794 versuchen Franzosen mehrere Male, die Stadt zu erobern, können aber abgewehrt werden.
• 1856 -1870 wir eine Staßenverbindung nach Bad Schwalbach gebaut.
• 1862 wird die Eisenbahnlinie Wiesbaden - Niederlahnstein (bei Koblenz) gebaut, was zu einem wirtschaftlichen Aufschwung in Lorch führt.
• 1885 erhält Lorch die Stadtrechte.
• 1923 - 1924 wird von Rüdesheim bis Niederlahnstein (bei Koblenz) eine durchgängige Straße, die heutige B 42, ausgebaut.
• 1965 wird Lorch zur Garnisonsstadt. Der Zuzug der Bundeswehrsoldaten erforderte mehr Wohnraum. Es entstand der 'Ranselberg' als neuer Ortsbezirk
• 1967 wurde das das Hilchenfest als erstes Lorcher Weinfest gefeiert.
• Im zweiten Weltkrieg richteten Bomben schweren Schaden an. 17 Einwohner kamen zu Tode.
Burgruine Nollig
Sie entstand um das Jahr 1300. Vermutlich wurde sie auf den Fundamenten eines alten Römerkastells errichtet. |
Das Hilchenhaus am Rheinufer gilt als der schönste Renaissance-Bau am Mittelrhein. Der kaiserliche Feldmarschall Johann Hilchen ließ das Gebäude in den Jahren 1546–1548 bauen.
Leprosenhaus
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![]() Lorch, Pfarrkirche St. Martin Foto: Copyright by Rainer
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Nachdem die alte romanische Basilika aufgrund der wachsenden Bevölkerungszahl zu klein geworden war, wurde 1270 zunächst ein frühgotischer Chor errichtet. 1304 baute man das Hauptschiff. Es wurde einfacher als der Chor ausgestattet. 1398 das Nordschiff, auch Presberger Schff genannt, gebaut. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde die äußere Vorhalle errichtet und mit einer Treppe die Verbindung zum Marktplatz hergestellt. Ein Wehrturm der Stadtbefestigung wurde in den Bau einbezogen und fand als Glockenturm Verwendung.
Bürger und Adelsfamilien sowie Geistliche bemühten sich in den folgenden Jahrhunderten, die Kirche kostbar auszustatten. Anfang des 19. Jhd. fand jedoch ein Ausverkauf des Inventars durch den Lorcher Pfarrer Geiger statt. Um an Geld für eine Renovierung der Kirche zu bekommen, verkaufte er einen großen Teil des kostbaren Inventars.
Erhalten blieb der Kirche der bedeutendste Schnitzaltar des mittelrheinischen Gebietes aus dem Jahr 1483, das romanische Triumphkreuz, das Chorgestühl aus dem 13. Jhd., der Taufstein aus dem Jahr 1464, eine Pietà aus der Zeit um 1400, die Plastik der schlafenden Jünger am Ölberg, eine Madonna, vier Heiligenfiguren aus untergegangenen Kapellen und Reste eines Chorgestühls aus der Werkstatt Erhard Falkeners.
Die Hochterrasse des heutigen Kirchplatzes und des Römerbergs, der sich zum Friedhof hinzieht, bildeten in fränkischer Zeit den Siedlungskern.
Nachdem die Franken im 5. Jahrhundert die Herrschaft über die Lorch erlangt hatten, erreichteten sie den Salhof am jetzigen Marktplatz. Von diesem Herrschaftshof aus wurde der herrschaftseigene Besitz verwaltet und bewirtschaftet. 1612 brannte er nieder.
Heute sind noch Mauer-, Fenster- und Säulenreste im Hof der Bäckerei Laquai zu sehen.
"Strunk", ein alter Befestigungsturm von 1527
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die Wisperbrücke stammt aus dem Jahr 1567.
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Verkehrsverein Espenschied Vors. Herta Friedberg Laukenmühler Weg 17 65391 Lorch-Espenschied Tel.: 06775 734 |
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![]() Lorch Foto: Copyright by Rainer
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![]() Lorch und die Ruine Nollig |
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![]() Lorch und die Ruine Nollig Foto: Copyright by Rainer
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![]() Lorch und die Ruine Nollig Foto: Copyright by Rainer
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Fr, 15. Oktober 2010 (3 Tage) Zwiebelkuchenfest Beim 'Zwibbelkuchenfest' gibt es jede Menge Zwiebelkuchen und Federweisser, präsentiert von den Weingütern in Lorch und Lorchhausen. |
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Hotel Garni Rheingauer Berghof Taunusstr. 1, 65391 Lorch |
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Hotel Zur Krone Rheinstr. 27, 65391 Lorch |
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Hotels Arnsteinerhof Schwalbacher Str. 8, 65391 Lorch |
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