Die Apollinariskirche

Die Wallfahrtskirche St. Apollinaris steht auf dem Apollinarisberg, einem historischen Boden, der schon den Römern zu religiösen Zwecken diente.

Sie wurde von 1839-1842 im Auftrag des Grafen Franz-Egon von Fürstenberg-Stammheim im neugotischen Stil erbaut.

Die starke ähnlichkeit des Bauwerkes mit dem Kölner Dom ist unverkennbar, denn als Architekten konnte man den Kölner Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner (1802-1861) gewinnen. Die vier Türme der Kirche weisen in alle Himmelsrichtungen.

Im Inneren der Kirche sind umfangreiche Fresken zu sehen, die u.a. aus dem Leben des heiligen Apollinaris und aus dem Leben Christi erzählen.

Die 'Nazarener', eine Künstlergruppe Düsseldorfer Schule, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, die religiöse Malkunst des frühen 15. Jahrhundert wiederzubeleben, übernahmen die Ausmalung des Inneren. 1857 hatten sie ihre Arbeit beendet. In der Krypta befindet sich in einem im byzantinischem Stil erbauten Steinsarkophag die silberne Reliquienbüste des heiligen Apollinaris sowie ein aus Holz geschnitztes Kreuz aus dem 12. Jahrhundert. Am Namenstag des Apollinaris, dem 23. Juli und in den Wochen danach strömen jedes Jahr viele Pilger über den Kreuzweg vom Rhein kommend den Berg hinauf zur Apollinariskirche. Die Reliquienbüste wird in dieser Zeit aus dem Sarkophag gehoben und kann von Gläubigen berührt werden.

Vermutlich stand hier seit dem 6. Jahrhundert die Martinskapelle auf dem Berg, der damals noch Martinsberg hieß (Martin war der Patron der Franken). Im 9. Jahrhundert wird sie durch eine romanische Kiche ersetzt.

An gleicher Stelle befand sich vorher die alte Martinskirche der Benediktiner aus dem 9. Jahrhundert. Um 1530 wurden die Gebeine des heiligen Märtyrers St. Apollinaris (er war Bischof in Ravenna) in die Martinskirche übertragen. Seitdem strömten Scharen von Pilgern hierher.

Am 9. Juni 1802 wurde das seit 1110 angegliederte Kloster aufgelöst. Es gelangt 1836 in den Besitz der Grafen von Fürstenberg-Stammheim, die es seitdem als Begräbnisstätte für ihre Familienangehörigen nutzen.

Da die alte Martinskirche wegen Baufälligkeit abgerissen werden mußte, veranlaßten sie von 1839-1844 den Neubau der heutigen Apollinariskirche. In den anschließenden Jahren bis 1857 wird die Kirche ausgemalt und eingerichtet. Gottesdienste und Pilgerbetreuung übernahmen seitdem die Franziskaner.

Fast 150 Jahre lang dauerte die Ära der Franziskaner in der Apollinariskirche. Seit dem 1. Februar 2007 wird sie von der 'Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe' seelsorgerich betreut. Um den Erhalt der Bausubstanz kümmert sich der 'Förderverein Apollinariskirche Remagen e.V.'.

Etwas oberhalb der Kirche befindet sich die Statue des heiligen Franziskus. Von dort aus hat man einen schönen Blick über das Rheintal.

Bilder

 


Der heilige Franziskus
oberhalb der Apollinariskirche
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Ruhestätte der Gräflichen Familie
von Fürstenberg-Stammheim
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Ruhestätte der Gräflichen Familie
von Fürstenberg-Stammheim
Foto: Copyright by Rainer Schmitz


Die Apollinariskirche
von der Erpeler Ley betrachtet
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Der Ausblick von der Franziskus-Statue
oberhalb der Apollinariskirche
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Der Ausblick von der Franziskus-Statue
oberhalb der Apollinariskirche
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 

Weiterführender Link:

http://www.franziskaner-remagen.de
Infoseite der ranziskaner

http://www.apollinariskirche-remagen.de
Infoseite der 'Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstanden Liebe'

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www.Rheintourist.de