Remagen


Das Rathaus von Remagen
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

Die etwa 2000 Jahre alte Stadt Remagen erstreckt sich von der Ahrmündung bis zum sagenumwobenen Rolandsbogen.

Von der Rheinpromenade Remagens aus hat man einen schönen Blick auf die Erpeler Ley, Schloß Marienfels (Domizil von Thomas Gottschalk), Haus Ernich (die ehemalige Residenz des französischen Botschafters) und das Siebengebirge.

Fast 400 Jahre lang war Remagen eine römische Garnisonsstadt. Hier stand ab dem 1. Jahrhundert ein Kastell mit dem Namen 'Rigomagus', das eine 500 Mann starke Hilfstruppeneinheit (Auxiliarkohorte) beherbergte. Spuren dieser längst vergangenen Zeit sind noch heute zu finden, etwa hinter dem Rathaus oder im Eingangsbereich der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Danach verlor die Stadt vorübergehend an Bedeutung. Sie wurde mehrfach verpfändet und war Sitz von Handwerkern und kleinen Winzern.

Einen Aufschwung nahm Remagen nach dem Bau der Wallfahrtskirche St. Apollinaris (1839-1842). Angehörige von europäischen Fürstenhäusern kamen nun hierher und besuchten den imposanten Bau des Grafen von Fürstenberg-Stammheim, in dem die Reliquien des heiligen Apollinaris aufbewahrt werden..


Jugendstilvilla in Remagen
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

Auch die aufblühende Rheinromantik des 19. Jahrhunderts trug dazu bei, dass immer mehr Menschen die Stadt mit dem schönen Rheinpanorama besuchten. Die Rheinpromenade entstammt dieser Zeit. Es entstanden dort prachtvolle Villen und Hotels. Früher stand hier auch das Hotel Fürstenberg, das sich im Besitz der Familie des Rennfahrers Caracciola befand. Einige der alten Gebäude sind bis heute erhalten geblieben.

Nachdem die Köln-Düsseldorfer Dampfschifffahrtsgesellschaft in der Mitte des 19. Jahrhunderts hier eine Werft und Landebrücke errichtet hatte, konnten Besucher aus aller Welt komfortabel anreisen. Der nahegelegene Rolandsbogen wurde zum Inbegriff des Rheintourismus dieser Zeit.

Endgültig zum Mittelpunkt des Fremdenverkehrs wurde Remagen durch den Bau der Eisenbahnlinie von Köln nach Remagen. Zunächst endete die Strecke hier. Die Reisenden konnten nun bequem über den 1858 in Rheinnähe erbauten Bahnhof Rolandseck die Stadt erreichen. Dort konnten sie in einem der komfortablen Hotels logieren oder ihre Reise auf einem Dampfschiff fortsetzen.
(mehr Informationen zum Bahnhof Roladseck...)

Zu den vielen Besuchern gehörten unter anderem Königin Victoria von England, Kaiser Wilhelm II., Otto von Bismarck, Heinrich Heine, Ludwig Uhland, Karl Simrock, die Gebrüder Grimm, Friedrich Nietzsche, Johannes Brahms, Clara Schumann und Franz Liszt.

Remagen ist heute jedermann bekannt wegen der berühmten Ludendorffbrücke, die 1945 als letzte intakte Brücke über den Rhein nach zwei missglückten Sprengungen am 7. März 1945 ohne grossen Widerstand von amerikanischen Truppen eingenommen wurde. Das Ende des zweiten Weltkrieges war damit in greifbare Nähe gerückt. Nur 10 Tage später stürzte die stark beschädigte Brücke jedoch wegen Überlastung ein. 28 amerikanische Soldaten, die an der Brücke mit Ausbesserungsabeiten beschäftigt waren, fanden dabei den Tod.

In den Türmen der von 1916-1918 erbauten Brücke ist seit 1980 das Friedensmuseum 'Brücke von Remagen' untergebracht. Neben der Geschichte der Brücke informiert es auch über das damalige Kriegsgefangenenlager von Remagen.

 

Geschichte

Vor etwa 2000 Jahren bauten die Römer an dieser Stelle, wo sich früher eine keltische Siedlung befand, ein Kastell und gaben ihm den keltischen Namen Rigomagus. Es wurde später (274/275) zur Festung ausgebaut. Unzerstört konnte diese Festung 'Rigomagum oppidum' einen Angriff der Germanen im Jahre 355 abwehren.

•  755 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt.

•  1110-1117 wird auf dem Martinsberg, wo heute die Apollinariskirche steht, eine Probstei der Abtei Siegburg gegründet.

•  Eine erhaltene Urkunde läßt die Vermutung zu, dass Remagen im Jahre 1221 schon Stadtrechte besaß.

•  1357 wird Remagen unter dem Grafen von Berg mit einer Stadtmauer umgeben, nachdem Kaiser Karl IV. dies gestattete

•  1633 werden Stadt und Kirche von Schweden niedergebrannt.

•  1794 nehmen französische Revolutionstruppen die Stadt ein.

•  Am 5. November 1797 wird Remagen Hauptstadt des 'Cantons Remagen'.

•  1815 wird Remagen preußisch.

•  1858/59 wird die Eisenbahnlinie Köln-Koblenz durch Remagen gebaut.

 

Sehenswertes

ARP-Museum

Das ARP-Museum präsentiert im traditionsreichen Bahnhof Rolandseck sowie in einem weiteren Gebäude Kunst von Hans Arp (*16.9.1886 - †7.6.1966) und Sophie Taeuber-Arp (*19.1.1889 - †13.1.1943), vor allem aus den Sammlungen des Landes Rheinland-Pfalz und der Stiftung Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp e.V. und eine Sammlung von Gegenwartskunst in der Folge von Hans Arp.

Daneben befindet sich in den Gebäuden ein lebendiges Kunst- und Kulturzentrum.

Das Museum ging aus einer gemeinsamen Initiative des Landes Rheinland-Pfalz und der Stiftung Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp e.V. hervor.

Link:
Homepage des ARP-Museums


Caracciola-Denkmal

Im Übergang zur Rheinpromenade steht ein Denkmal für den in Remagen geborenen Rennfahrer Rudolf Caracciola (1901-1959), das zu seinem 100. Geburtstag enthüllt wurde. Seine legendären Siege mit dem "Silberpfeil" sind eng verbunden mit der "Grünen Hölle", dem Nürburgring in der nahen Eifel. Die Familie war Eigentümerin des Hotels Fürstenberg an der Rheinpromenade. Das Gebäude existiert heute nicht mehr.

 


Friedensmuseum

Das im Jahr 1980 eröffnete Museum beschreibt die Geschichte der letzten intakten Rheinbrücke im 2. Weltkrieg von ihrem Bau (1916-1918) bis zu ihrem Einsturz am 17. März 1945.

Das in den beiden Türmen der Brücke untergebrachte Museum soll außerdem als Mahnmal für den Frieden dienen.
Außerdem enthält das Museum eine in der Welt einzigartige Ausstellung über die Friedensnobelpreisträger.

Öffnungszeiten des Friedensmuseums:
7. März bis 15. November täglich von 10:00 - 17:00
Mai bis Oktober von 10:00 bis 18:00 und auf Anfrage.


Die (Ludendorff-)Brücke von Remagen
von der Erpeler Ley betrachtet
Foto: Copyright by Rainer Schmitz
Erwachsene 3,50 € je Person
Gruppen (ab 10 Personen) 2,50 € je Person
Eltern mit Kindern (Familienkarte) 7,00 €
Jugendliche, Studenten, Behinderte 1,00 € je Person
Kombiticket Arp Museum und Friedensmuseum 9,00 € je Person
Führungen nach Voranmeldung 50,00 € pauschal zzgl. Eintritt

Kontakt:
Telefon: +49 2642 9059924 / 21863 / 20159
E-Mail: info@bruecke-remagen.de


Obelisk

Als man 1768 die Hauptstrasse durch Remagen reparierte und erweiterte, fand man einen Obelisk, der im Jahre 162 unter den Kaisern Marc Aurel und Lucius Verus, errichtet wurde.

 


Pfarrkirche St. Peter und Paul

Die neuromanische katholische Basilika wurde in der heutigen Form von 1900-1902 erbaut. An gleicher Stelle befand sich eine romanischen Kirche, die 1246 geweiht wurde. Sie wurde in den Neubau einbezogen.

Im 30-jährigen Krieg wurde sie bis auf den Chor zerstört. 1674 war der Wiederaufbau vollendet.

Die heutige Vorhalle ist eigentlich das Mittelschif dieser alten Kirche. Der um 1246 geweihte spätromanische Chor ist bis heute fast unverändert erhalten geblieben.


St. Peter und Paul Kirche
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

Die Kirche befindet sich im Bereich des ehemaligen Römerkastells 'Rigomagus'. Ein Teil der Kirchhofmauer besteht aus der römischen Festungsmauer. Vermutlich ist der Vorgängerbau eine römische Gründung. Das erste christliche Zeugnis dieser Kirche stammt aus dem 5. Jahrhundert.

Neben dem Eingangsportal der Kirche befindet sich das romanische Pfarrhoftor aus dem späten 12. Jh. oder frühen 13. Jhd.. Die Herkunft konnte bis heute nicht geklärt werden. Bis 1902 stand es neben dem Pfarrhaus. Es ist von eigenartigen Flachreliefs gerahmt, die unter anderem den Kampf Samsons Kampf mit dem Löwen und die 7 Todsünden darstellen.

In allen Einzelheiten ist deren Bedeutung jedoch bis heute nicht bekannt. Sie werden häufig als Sinnbild der menschlichen Laster gedeutet. Die Relifs mit heidnischen und christlichen Motiven stehen wahrscheinlich in keinem unmittelbaren Zusammenhang.

St. Peter und Paul Kirche, Pfarrhoftor
mit den mysteriösen Flachreliefs
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 

 


St. Peter und Paul Kirche, Pfarrhoftor
mit den mysteriösen Flachreliefs
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

St. Peter und Paul Kirche, im Vorhof
befinden sich alte Gräber
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

Rathaus

Das klassizistische Rathaus wurde 1835 als Schul- und Stadthaus erbaut.

Auf dem Rathausplatz steht der Marienbrunnen von1862, der bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Wasserversorgung der Stadt sicherte.


Römisches Museum

Das Römische Museum ist in dem Gebäude der ehemaligen Knechtstedener Kapelle aus dem 15. Jahrhundert untergebracht, die auf dem Säulenfundament eines römischen Kastells errichtet wurde.

Es beinhaltet fränkische und römische Funde aus dem Stadtgebiet.

 

Geöffnet:
März bis Oktober,
jeweils Mi bis So
15.00 bis 17.00 Uhr


Die Wallfahrtskirche St. Apollinaris

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört die Apollinariskirche, die von 1839-1842 im Auftrag des Grafen Egon von Fürstenberg-Stammheim erbaut wurde.
(mehr...)

Etwas oberhalb der Kirche befindet sich die Statue des heiligen Franziskus. Von dort aus hat man einen schönen Blick über das Rheintal.
(mehr...)


Wildpark Rolandseck (Anfahrt)

Ein längerer Aufenthalt im Wildpark Rolandseck lohnt sich, denn in diesem Wildfreigehege mit Streichelzoo und Wildfreigehegen erwarten den Besucher Rotwild, Damwild, Wildschweine, Muffelwild, Hochlandrinder, Ziegen, Schafe, Esel, Ponies, Füchse und Waschbären. Die meisten Tiere kann man aus der Nähe beobachten, weil die Wege zum Teil direkt durch die Gehege führen.

Außerdem bietet sich von dem Gelände, das auch einen Aussichtsturm besitzt, eine wunderschöne Aussicht auf das Rheintal mit dem Rolandsbogen und dem Siebengebirge.

Am Kasselbach 4
53424 Remagen-Rolandseck
Tel.: 02228-433
Fax: 02228-9129023
Öffnungszeiten: täglich, außer Montag, 9.00 bis 18.00 Uhr, letzter Einlaß 17.00 Uhr. Winterhalbjahr bis Einbruch der Dämmerung.
Telefon (0 22 28) 4 33

Touristinformation Remagen
Bachstraße 5
53424 Remagen
Tel. 02642 - 20187
Fax: 02642 - 20127
Email: tourist@remagen.de

 

Bilder


Remagen,
von der Erpeler Ley betrachtet
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Remagen
Foto: Copyright by Rainer Schmitz


Brückenkopf der Brücke von Remagen
mit dem Friedensmuseum
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Brückenkopf der Brücke von Remagen
auf der Erpeler (rechten, östlichen) Rheinseite
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Brückenkopf der Brücke von Remagen
auf der Erpeler (rechten, östlichen)
Rheinseite
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Brückenkopf der Brücke von Remagen
auf der Erpeler (rechten, östlichen) Rheinseite
mit der Erpeler Ley im Hintergrund
Foto: Copyright by Rainer Schmitz


Bei der Brücke von Remagen
Foto: Copyright by Rainer Schmitz


Ehemalige Auffahrt zum Bahndamm
an der Brücke von Remagen
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Brücke von Remagen
Der rechtsrheinische Tunneleingang
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Die Erpeler Ley von der Remagener
Rheinpromenade aus betrachtet.
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Die Erpeler Ley mit der Ortschaft Erpel
von der Remagener Rheinpromenade
aus betrachtet
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Erpel mit der Erpeler Ley von der Remagener
Rheinpromenade aus betrachtet
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Die Erpeler Ley mit der Ortschaft Erpel
von der Remagener Rheinpromenade
aus betrachtet
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Das Felsmassiv der Erpeler Ley
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Die Erpeler Ley mit der Ortschaft Erpel
von der Remagener Rheinpromenade
aus betrachtet
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Blick von der Remagener Rheinpromenade.
Im Hintergrund kann man den
Drachenfels sehen.
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Blick von der Remagener Rheinpromenade.
Im Hintergrund kann man den
Drachenfels sehen.
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Blick von der Remagener Rheinpromenade.
Im Hintergrund kann man den
Drachenfels und den Rolandsbogen (links) sehen.
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Blick von der Remagener Rheinpromenade
rheinabwärts
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Blick von der Remagener Rheinpromenade.
Im Hintergrund kann man den
Drachenfels sehen.
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Zwischen Oberwunter und Remagen
befindet sich dieser römische
Meilenstein and der B9
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 

Veranstaltungen





Hotels

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Benecke-Hotel 'Düsseldorfer Hof'
Bonner Str 59, 53424 Remagen
Hotel ARTE
Rheinallee 3, 53424 Remagen
Hotel Haus Oberwinter VdK Erholungs-GmbH
Am Unkelstein 1 A, 53424 Remagen
Hotel Pinger
Geschwister-Scholl-Str. 1, 53424 Remagen
Hotel Rhein Inn
Rheinallee 23, 53424 Remagen
Hotel Rhein-Ahr
Quellenstr. 67, 53424 Remagen
Hotel Zum Birgeler Kopf
Rheinhöhenweg 20, 53424 Remagen

 

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Links

http://www.remagen.de
Die Homepage der Stadt Remagen

http://www.bruecke-remagen.de
Das Friedensmuseum Brücke von Remagen e.V.

http://www.arpmuseum.de
Die Homepage des ARP-Museums

http://www.franziskaner-remagen.de
Infoseite über die Apollinariskirche der Franziskaner in Remagen

http://www.apollinariskirche-remagen.de
Infoseite der 'Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstanden Liebe'

 

 

 

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www.Rheintourist.de